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Prinzessin auf Briefmarke
Thomas
Ente oval klein

Lüneburg   Seite 2

Geschichten aus meinem Leben:

Eine ganz normale Unterrichtsstunde 1973 in der Herderschule: Wir diskutieren mit Sozi-Merkel über Bob Dylan - eine ganze Stunde lang. Am Ende frage ich: "Wer ist Bob Dylan?" Deutschstunde bei Frau Evermann - wir diskutieren über die "Dialektik" von..... weiß ich was und zum Schluß muß ich erklären, was "Dialektik" bedeutet. Sie hatte mich beim Träumen von Little B. ertappt. Ich erwiderte schlaftrunken "Ich kenne Tegtmeier. Der spricht doch diesen Ruhrpott-Dialekt. Soll ich ihn mal nachmachen? Und genau das ist ja Dialektik, wenn man Dialekte nachmachen kann!" Die Klasse versank anschließend in tosendem Gelächter. Und für solche Hammerschläge habe ich noch viele Beispiele - manche sind vergessen und ich hoffe, das mir meine ehmaligen Mitschülern noch einige nachliefern. Mein Image bei Little B. sank in unermessliche Tiefen - meine Verliebtheit stieg dummerweise eher noch in ungeahnte Dimensionen. Im Herbst 73 belegte ich den ersten Tanzstunden-Kurs in Lüneburg und zur gleichen Zeit erlebte ich die erste "Otto-Show" live. Meine Begeisterung für den ostfriesischen König des Frohsinns war riesig, ich ließ mir die Platte davon schenken und versuchte dann in jeder freien Minute, ihn vor der Klasse zu imitieren. Little B. fand ihn eher nicht so lustig. Die LP konnte ich bald auswendig runterrasseln. Selbst aussehend wie 12 (mit 16) war es allerdings schwierig, irgendwie bei ihr anzukommen. Quasselattacken meinerseits nahmen kein Ende......., im März wurde ich 16 und bekam ein MOFA geschenkt - Riesenjubel - damit konnte ich dann angeben. Ganz verrückt wurde es am 4. Juli 73 - unsere erste Klassenfahrt ging los - auf die Insel Spiekeroog. Und wer war mit dabei? - natürlich auch Little B. War ganz aufgeregt, als sie vor der Herderschule morgens auch in den Reisebus kletterte. Ankunft auf der Insel nachmittags und ich kam zum Glück mit den nettesten Mitschülern in einem Zimmer für die eine Woche unter. Wetter war hammermäßig gut und abends schon ab ins Meer - auch Little B. immer mit dabei. Ich mußte mir eine Eroberungsstrategie ausdenken. Klassenlehrer Sozi-Merkel entpuppte sich auf der Insel als absoluter Freak! War so´n echter Kumpeltyp. Wir feierten manchmal bis 4 Uhr morgens mit ihm zusammen durch. Leider war ich sowas noch nicht gewohnt. Ein Mitschüler hatte seine Gitarre mit und brachte die Mädchenherzen zum schwärmen. Warum konnte ich nicht auch jenes Instrument gezielt einsetzen - schade, dachte ich.......
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